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Zubereitung Aktivlehmbrei:
Dem Aktivlehm soviel Wasser beifügen, bis ein dicker Brei entsteht.
Kalte Aktivlehm-Umschläge:
Der Aktivlehm wird kalt entweder direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen oder vorher auf ein Tuch gestrichen und dann aufgelegt (cirka einen halben Zentimeter dick). Durch die Kälte werden die oberflächlichen Hautgefäße zusammengezogen, es muss von tieferen Schichten Blut herangeführt werden und das bewirkt eine verstärkte Durchblutung. Dadurch werden Schmerzen gelindert und es wirkt entzündungshemmend.
Heiße Aktivlehm-Umschläge:
Der Aktivlehmbrei wird wie beschrieben zubereitet und vor der Anwendung im Wasserbad erhitzt und so warm wie möglich aufgetragen. Durch die heiße Erdpaste wird dem Körper feuchte Wärme zugeführt. Anwendung überall da, wo Verhärtungen bzw. Verspannungen auftreten sowie bei chronischen Entzündungen oder bei krampfartigen Schmerzen.
Aktivlehm-Auflagen:
Entweder verwendet man dafür konzentriertes Aktivlehmwasser oder macht einen sehr dünnflüssigen Brei. Dieser wird dann auf den betroffenen Bereich aufgepinselt. Bei diesem Verfahren dringen die Aktivlehmpartikel besser in die Haut ein, ziehen Sekrete und Stoffwechselgifte heraus und binden Säuren (jede Entzündung äußert sich durch Übersäuerung des kranken Gewebes). Dieses Verfahren ist die einzige Aktivlehmanwendung, bei der die Haut vollständig austrocknen soll. Dadurch kommt es zu einer Flüssigkeitsbewegung von innen nach außen, eitrige Wunden werden gereinigt, Schwellungen klingen ab. Als Folge der Sogwirkung kommt es auch zu einer besseren Durchblutung.
Aktivlehmbad:
Man stellt aus cirka einem Kilogramm Aktivlehm pro Wanne einen sehr dünnen Brei her und gibt ihn in das Wasser. Dauer des Bades am Anfang fünf bis zehn Minuten, später bis zu zwanzig Minuten, zwei- bis dreimal die Woche zur Abwehrstärkung. Anzuwenden unter anderem bei vegetativen Störungen, Stoffwechselleiden, Wirbelsäulenerkrankungen.
Einpudern mit Aktivlehm:
Im Gegensatz zu herkömmlichen desinfizierenden Wundpudern hat Aktivlehm auch eine wundheilende Wirkung. Er wirkt blutstillend bei frischen Wunden und granulationsfördernd bei eitrigen Verletzungen.
Zahnpasta:
Abgekochtes Wasser mit etwas Salz (ist gut gegen Parodontose) und ca. 100 g Aktivlehm vermengen, bis eine cremeartige Masse entsteht, eventuell noch 5 Tropfen ätherisches Öl hinzufügen (z. B. Minze oder Salbei).
Körperpuder, Fußpuder:
Der Aktivlehm allein kann als solches verwendet werden, aber auch hier empfiehlt sich ein Zusatz von ätherischen Ölen, 5 Tropfen auf 100 g: Salbei gegen Fußschweiß, Lemongras oder Zitrone wenn man viel stehen muss. Für Körperpuder wählt man seinen Lieblingsduft, von Rosenöl bis Patschuli. Für Körperpuder gegen Achselschweiß eignet sich wiederum Salbei sehr gut.
Gesichtsmaske:
Cremeartige Aktivlehmpasta zubereiten. Aktivlehm allein wirkt schon gut, da dieser tief in die oberen Hautschichten eindringt, die Hornhaut erweicht und dadurch die Haut von abgestorbenen Hautpartikeln befreit wird. Dazu kommt noch die aufbauende Wirkung durch die Mineralstoffe, vor allem durch die gewebsstärkende Kieselsäure. Auch hier kann die Wirkung durch Zusätze intensiviert werden. Man kann beispielsweise den Aktivlehmbrei mit einem passenden Tee anmachen oder ätherische Öle zusetzen (Lavendel wirkt beruhigend, Minze oder Zitrone hilft bei fetter Haut, Geranium oder Ylang-Ylang bei trockener Haut). Bei trockener Haut empfiehlt sich des Weiteren die Zugabe von einem Esslöffel kaltgepresstem Pflanzenöl z.B. Avocadoöl.
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